KfW-Zuschussprogramm 455-B „Altersgerecht Umbauen“: Keine Mittel für 2022

in 2022
Keine Mittel für Barrierefreiheit im Bundeshaushalt eingeplant

Wie die "Aktion Barrierefreies Bad" berichtet, könnte das KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen 455-B" vor dem Aus stehen: Für 2022 sind im Bundeshaushalt keine Mittel für das Zuschussprogramm eingeplant. Für Eigentümer:innen sind das schlechte Nachrichten, denn das Förderprogramm ist äußerst beliebt. Viele warten mit ihren Plänen schon seit Mitte 2021 auf eine Wiederaufnahme des Programms. Diese Möglichkeiten der Förderung und Finanzierung gibt es jetzt noch.

Schon im letzten Jahr waren die Zuschüsse für Barrierefreiheit schnell ausgeschöpft - seit Juni 2021 besteht ein Antragsstopp im KfW-Programm "Altersgerecht Umbauen 455-B", trotz Erhöhung der Fördermittel.

Wurde im Koalitionsvertrag auf Seite 89 („…Wir werden unseren Einsatz für altersgerechtes Wohnen und Barriereabbau verstärken und die Mittel für das KfW Programm auskömmlich aufstocken…“,) noch eine Verstärkung und Aufstockung der Förderung in Aussicht gestellt, ist das Förderprogramm nun offenbar dem Rotstift zum Opfer gefallen. Schon bei der BEG-Förderung hatten sich in den letzten Monaten knappe Haushaltsmittel bemerkbar gemacht - Corona, die Energiekrise und der Krieg in der Ukraine belasten den Bundeshaushalt derzeit stark. Das Aus der Zuschüsse für Barrierefreiheit ist nicht nur ärgerlich für umbauwillige Eigentümer:innen, sondern auch problematisch im Hinblick auf eine alternde Gesellschaft: Die Beantragung dieser KfW-Mittel, die in den letzten Jahren stattfand, zeige, dass die Menschen ein stärkeres Bewusstsein für die Reduzierung von Barrieren entwickelt haben. Denn nur 1,5 Prozent der Wohnungen in Deutschland sind altersgerecht, der Bedarf dagegen ist riesig.

Förderung für Barrierefreiheit - diese Möglichkeiten gibt es 2022 noch

Wer seinen Umbau nicht verschieben möchte, kann auf die Kreditförderung der KfW ausweichen: Der Abbau von Barrieren wird im Programm Altersgerecht Umbauen – Kredit (159) mit einem zinsgünstigen Darlehen gefördert. Dafür ist eine Antragstellung vor dem Umbau bei einem Finanzierungsinstitut erforderlich (Bank, Sparkasse oder Versicherung).

Wer einen Pflegegrad hat, kann auch von der Pflegekasse einen Zuschuss für den Badumbau erhalten.

Auch ein Bausparvertrag leistet gute Dienste bei der Finanzierung eines Badumbaus. Dazu kommt: Wer keine Förderung in Anspruch nimmt, kann die Handwerkerkosten von der Steuer absetzen.

Quelle: Aktion Barrierefreies Bad / VDS / energie-fachberater.de; Si Das Fachmagazin für SHK-Unternehmer