CO2-Bepreisung Mehrkosten für Heizöl und Erdgas ab 2021

in 2021

Die neue CO2-Bepreisung für Verkehr und Wärme ist Teil des Klimaschutzprogrammes 2030 der Bundesregierung, um eine Treibhausgasreduzierung von 55 Prozent bis 2030 im Vergleich zum Referenzjahr 1990 realisieren zu können. Unternehmen, die Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel in den Markt bringen, bezahlen ab 2021 dafür einen CO2-Preis. Die dadurch entstandenen Mehrkosten werden an den Endkunden weitergegeben.

In der Einführungsphase wird der Preis bis 2026 festgeschrieben. Im Jahr 2021 wird eine CO2-Tonne 25 Euro kosten und der Preis soll jährlich steigen. Für das Jahr 2026 soll ein Preiskorridor von mindestens 55 und höchstens 65 Euro gelten. Danach soll der Preis mittels Auktionen und Handel frei am Markt ermittelt werden. Abbildung 1 zeigt die Entwicklung der CO2-Bepreisung bis 2026.


Abbildung 1 Geplante Entwicklung des CO2-Preises zwischen 2021 und 2026

 

Es wird geschätzt, dass der nationale Emissionshandel im Jahr 2021 Heizöl, Erdgas, Diesel und Benzin um insgesamt rund 7,4 Milliarden Euro verteuern wird. Heizöl wird in etwa zwischen 8 ct/l im Jahr 2021 und 21 ct/l im Jahr 2026 teurer. Bei Erdgas geht man von einer Preissteigerung zwischen 6 und 16 ct/ m3 aus. Abbildung 2 zeigt die Mehrkosten für die Energieträger Heizöl (in ct/l) und Erdgas (in ct/m3) zwischen 2021 und 2026. Alle hier genannten Preise berücksichtigen die Mehrwertsteuer nicht. Diese ist von den Endkunden noch zusätzlich zu zahlen.

Abbildung 2 Entwicklung der Mehrkosten für Heizöl und Erdgas zwischen 2021 und 2026


Im Gegenzug werden die Stromkosten durch die Senkung der EEG-Umlage reduziert. Für 2021 ist eine Absenkung der EEG-Umlage von derzeit 6,756 ct/kWh auf 6,5 ct/kWh geplant, für 2022 dann auf 6,0 ct/kWh. Diese überschaubare Reduzierung der EEG-Umlage reicht jedoch zum Ausgleich der Kostenmehrbelastungen aus der CO2-Bepreisung nicht nur ansatzweise aus.

Exemplarisch für eine Wohnung mit einem Heizenergieverbrauch von 15.000 kWh (das entspricht ca. 1.450 l Heizöl bzw. 1.580 m³ Gas) werden etwa 4,8 t CO2 bei der Verwendung von Heizöl  und etwa 3,7 t CO2 bei der Verwendung von Erdgas freigesetzt. Das führt beispielsweise bei der Verwendung von Heizöl zu jährlichen Mehrkosten von bis 312 Euro im Jahr 2026.

Aus diesem Grund weist der Fachverband Sanitär Heizung Klima auf die zunehmende Bedeutung der Thematik und der Verantwortung der Heizungsbaufirmen hin. Denn besonders im Rahmen von Kundenberatungen im Zusammenhang mit der Auswahl von neuen Wärmeerzeugersystemen wird es immer wichtiger das Thema Betriebs- und Verbrauchskosten in den Fokus zu rücken. Dem Verbraucher muss klar werden, dass die Anschaffungskosten einer neuen Heizung deutlich geringer sind, als die laufenden Betriebskosten die über die Lebenszeit einer Heizanlage entstehen.

Je mehr regenerative Energien z.B. durch eine thermische Solaranlage oder eine Holz-Pelletheizung (= CO2-neutral) in eine Heizanlage eingebunden werden, desto geringer wir der fossile Heizenergieverbrauch durch Öl und Gas. Der CO2 -Ausstoß wird gesenkt und die damit verbundenen Mehrkosten durch die CO2 -Bepreisung werden deutlich geringer. Bei einer Pelletheizung z. B. entfällt die CO2 -Steuer komplett.

Sanieren Sie jetzt Ihre Heizung!

2021 wird der Austausch alten Öl- und Gaskesseln gegen neue, umweltfreundliche Heizungen mit bis zu 50 % vom Staat gefördert! Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gerne!

Quelle: Teile Fachverband Sanitär Heizung Klima Baden-Württemberg